Fakten über Zucker

Was ist eigentlich Zucker?

Zucker wird vornehmlich aus Zuckerrüben (in Europa die häufigste Zuckergewinnung) oder dem Zuckerrohr gewonnen. Er gehört zu der Gruppe der Kohlenhydrate und ist ein Zweifachzucker namens Saccharose. Seine Zusammensetzung besteht aus jeweils 50% Fructose und Glucose.

Was bewirkt Zucker in unserem Körper?

In der Steinzeit gab es nur selten etwas Süßes. Hin und wieder fand man einen Strauch mit Beeren oder ein Bienennest. Sobald man darüber stolperte, signalisierte der Körper "Nimm mit was geht!". Das Belohnungssystem sprang an und schaltete nicht wieder aus, bis alles leer war. Und heute? Da hat sich das Belohnungssytem nicht geändert, aber unsere Lebensumstände schon. Wir stolpern ständig über Süßes. Die Lebensmittelindustrie macht sich unsere Körperfunktionen zu nutzen. In vielen Lebensmitteln wird Zucker zugesetzt, damit unser Gehirn uns signalisiert "Das ist gut, davon brauche ich mehr!". Es gibt Menschen, die haben ihr Belohnungssystem gut unter Kontrolle. Diesen Menschen reicht ein Stück Schokolade oder sie können ohne Stielaugen durch die Süßwarenabteilung gehen. Ich gehöre nicht zu dieser Sorte Mensch. In der Steinzeit hätte ich vermutlich angefangen die Bienen auszusaugen, in der Hoffnung noch etwas Honig zu ergattern.


Welche Auswirkungen hat unser Zuckerkonsum?

Zucker wird schnell in Fett umgewandelt und als Reserve für schlechte Zeiten gespeichert. Glücklicherweise haben wir keine schlechten Zeiten. Das Resultat ist eine immer übergewichtigere Gesellschaft und einer Zunahme an Diabetes Typ II Erkrankungen.

 

Du brauchst häufig Nachmittags was Süßes? Dein Blutzucker fährt Achterbahn! Wenn wir morgens aufwachen, dann giert unser Körper nach Energie. Deshalb Frühstücken wir gerne süß. Die Energie ist schnell da, da der Blutzucker schnell ansteigt. Nachmittags fällt unser Blutzuckerspiegel wieder steil ab und wir haben großes Verlangen nach schneller Energie und somit nach Süß. Insulin versucht diese Schwankungen aufzufangen. Das Hormon ist zuständig, den sich im Blut befindenden Zucker, wieder zu entfernen. Unser Zuckerkonsum führt demnach zu einer erhöhten Ausschüttung von Insulin. Dies hat Folgen. Neben Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Nervosität, soll es auch im Zusammenhang mit Depressionen und Alzheimer stehen.

 

Auch unser Magendarm Trakt ist durch diesen hohen Zuckerkonsum belastet und regaiert mit Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung und Blähungen.

 

Vergessen sollten wir natürlich auch unsere Zahngesundheit nicht. Zucker ist der Hauptverursacher von Karies.

Wie erkenne ich Zucker in Lebensmitteln?

Zugesetzter Zucker in Lebensmitteln hat viele Namen. Die Lebensmittelindustrie verschleiert gerne die tatsächliche Menge an zugesetztem Zucker. An der Platzierung in der Zutatenliste kannst du erkennen welchen Anteil der Zucker ausmacht. Je weiter vorne er aufgeführt wird, desto höher ist der Zuckeranteil.

 

Zu Zuckern und zuckerreichen Zutaten gehören:

  • Saccharose
  • Dextrose
  • Raffinose
  • Glukose
  • Fruktosesirup oder Fruktose-Glukose-Sirup
  • Glukosesirup, Stärkesirup
  • Karamellsirup
  • Laktose
  • Maltose oder Malzextrakt
  • Maltodextrin, Dextrin oder Weizendextrin
  • Süßmolkepulver
  • Gerstenmalz/Gerstenmalzextrakt
  • Traubensüße oder Traubenzucker

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Fett = Fett?

Fett = Fett ?

Fett aktiviert unseren Stoffwechsel, da es wichtige Vitamine synthetisiert. Zudem verfügen Fette über Appetithormone, welche unseren Appetit kontrollieren. Den aufkommenden Süßhunger können Fette ebenfalls stillen und sie machen uns schneller satt.

Fette setzen sich immer aus Glyzerin und Fettsäuren zusammen. Die Fettsäuren bilden dabei lange Ketten aus Kohlenstoff. Man unterscheidet zwischen drei Gruppen:

Gesättigte     Fettsäuren

Die Kohlenstoffatome sind über Einfachbindungen miteinander verknüpft. 

 

Im Körper reagieren sie langsamer mit anderen chemischen Stoffen und dienen daher als reine Energiegewinner.

 

Sie stecken hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln, wie Butter, Milchprodukte oder Fleisch.

 

Diese Fette eignen sich am besten zum Kochen mit hohen Temperaturen.

Ungesättigte Fettsäuren

Die Kohlenstoffatome enthalten neben Einfachbindungen auch eine Doppelbindung.

 

Wir benötigen sie für die Funktion unserer Zellmembranen. Sie wirken sich zudem am günstigsten auf unseren Fettstoffwechsel aus. Unser Körper kann ungesättigte Fettsäuren selbst herstellen.

 

Vor allem kommen sie in Nüssen, Olivenöl, Rapsöl, Samen und    Avocados vor.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Die Kohlenstoffatome enthalten mehrere Doppelbindungen.

 

Sie sind essentiell, das bedeutet unser Körper kann mehrfach ungesättigte Fettsäuren nicht selbst herstellen und sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Sie werden unterteilt in:

 

 


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Omega 3 Fettsäuren:

Sie sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen. Sie regulieren beispielsweise den Blutdruck und senken den Cholesterinspiegel.

 

Pflanzliche Öle, wie Leinöl und fette Fische wie Hering, Makrele und Lachs enthalten Omega 3 Fettsäuren. 

 

Omega 6 Fettsäuren:

Benötigt werden sie für den Wachstum, die Infektionsabwehr und die Wundheilung. Aber Achtung bei zu viel Omega 6 Fettsäuren kann die entzündungsfördernde Wirkung gesundheitsschädlich werden. 

 

In Sonnenblumenöl kommen Omega 6 Fettsäuren vor.

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sollten in einem Verhältnis von 4:1 zu sich nehmen. Nur vier mal mehr Omega 6, wie Omega 3.

 



Und was hab ich geändert?

  • ich brate nur noch mit Ghee oder Kokosöl
  • ich verwende keine Light-Produkte mehr
  • ich habe den 0,1% Joghurt gegen 3,8%igen getauscht
  • ich trinke keine 0,1% Milch mehr, sondern die Vollfette Frischmilch vom Bauern
  • ich habe mir verschiedene Öle zugelegt, z.B. Kürbiskernöl, Leinöl, Knoblauchöl, Olivenöl

 

 

Ich fühle mich sehr gut mit dem höheren Fettgehalt. Das Essen schmeckt hervorragend und meine Gelüste nach Süßem sind quasi nicht vorhanden. Die Mahlzeiten sättigen mich unglaublich gut und langanhaltend.

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